Micron Document
<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Panzerabwehrmine</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Panzerabwehrmine"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Panzerabwehrmine rootpage-Panzerabwehrmine skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Panzerabwehrmine</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Panzerabwehrminen</b> oder <b>Antipanzerminen</b> sind <a href="Landmine" title="Landmine">Landminen</a> zur <a href="Panzerabwehr" title="Panzerabwehr">Bekämpfung gepanzerter Fahrzeuge</a>. Sie sind wesentlich größer und haben eine größere Sprengwirkung als <a href="Antipersonenmine" title="Antipersonenmine">Antipersonenminen</a> (Schützenabwehrminen).
</p><p>Ältere Panzerabwehrminen können nicht zwischen militärischen und zivilen Fahrzeugen unterscheiden und stellen für diese eine große Gefahr dar. Neuere Panzerabwehrminen lösen erst ab einer gewissen Gewichtsklasse aus (<a href="Milit%C3%A4rische_Lastenklasse" title="Militärische Lastenklasse">MLC</a>), die durch zivile Fahrzeuge nicht erreicht wird.
</p><p>Vor der Ratifizierung der <a href="%C3%9Cbereinkommen_%C3%BCber_das_Verbot_des_Einsatzes%2C_der_Lagerung%2C_der_Herstellung_und_der_Weitergabe_von_Antipersonenminen_und_%C3%BCber_deren_Vernichtung" title="Übereinkommen über das Verbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von Antipersonenminen und über deren Vernichtung">Ottawa-Konvention</a> war es generell üblich, Panzerabwehrminensperren durch gleichzeitige Verlegung von Schützenabwehrminen gegen eine Räumung zu sichern. Diese Antipersonenminen waren ebenso für Zivilisten und ungepanzerte Fahrzeuge eine Gefahr. Heute wird diese Taktik nur noch durch einige wenige Staaten angewandt, die der Ottawa-Konvention nicht beigetreten sind – vornehmlich USA, Russland und China.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Funktionsweise">Funktionsweise</h2></div>

<p>Es gibt zwei Typen: Minen, die auf der reinen Explosivwirkung beruhen und Minen, die gerichtete Ladungen abfeuern.
</p><p><i>Explosivpanzerminen</i> beruhen auf der reinen Sprengwirkung von mehreren (meist etwa 5 bis 12) Kilogramm <a href="Sprengstoff" title="Sprengstoff">Sprengstoff</a>. Sie sollen das Ziel in erster Linie durch Zerstörung der Ketten bewegungsunfähig machen. Daneben wird die Besatzung durch die Schockwirkung zumindest vorübergehend außer Gefecht gesetzt und empfindliche Systeme des Panzers werden beschädigt. Leichter gepanzerte Fahrzeuge können durch solche Minen auch vollständig vernichtet werden, zur Erreichung des gleichen Effekts bei schweren Panzern werden auch mehrere Minen übereinander gestapelt oder mit einer größeren Sprengstoffladung gekoppelt. Der Druckzünder der Minen löst erst bei Belastungen deutlich über 100 kg aus, so dass sie im Regelfall durch Einzelpersonen nicht ausgelöst werden. Da ein Soldat mit Marschgepäck und sonstigen Ausrüstungsgegenständen jedoch über 100&nbsp;kg wiegen kann und Laufschritt die reine Gewichtskraft verstärkt, können in Einzelfällen auch Personen Panzerabwehrminen auslösen. Ebenso sind diese Minen eine Gefahr für zivile Fahrzeuge. Ein Beispiel für diesen Minentyp ist die russische <a href="PGMDM" class="mw-redirect" title="PGMDM">PTM-1</a>.
</p>

<p>Zur Bekämpfung schwer gepanzerter <a href="Kampfpanzer" title="Kampfpanzer">Kampfpanzer</a> werden neben Explosivpanzerminen auch <i>Hohlladungsminen</i> eingesetzt. Diese können z.&nbsp;B. auch durch akustische oder magnetische Sensoren ausgelöst werden und feuern dann einen <a href="Hohlladung" title="Hohlladung">Hohlladungsstachel</a>, selten auch ein Geschoss, in die Wanne des darüber fahrenden Panzers. Dabei soll die Panzerung durchschlagen und durch das glühende Metall die im Innenraum des Panzers mitgeführte Munition zur Explosion gebracht werden. Varianten dieses Minentyps (<i>Off-route mine</i>) können auch zur Abstandsbekämpfung eingesetzt werden. Dabei wird die Hohlladung von der auf einem Podest montierten Mine aus in die Seite des Panzers gefeuert, wofür eine besondere Sensorik bzw. Zielerfassung nötig ist. Mit einer weiteren Entwicklung versucht man die relativ schwächer gepanzerte Oberseite (Dach) vieler Panzertypen auszunutzen. Hierbei wird bei Annäherung ein <i>"Sublet"</i> einige Meter in die Luft geschossen, das dann von dort aus das Ziel erfasst und eine Hohlladung von oben herab abfeuert. Ein Beispiel für diesen Minentyp ist die amerikanische <a href="M93_(Mine)" title="M93 (Mine)">M93 Hornet</a>.
</p>

<p>Im Gegensatz zu früheren Tellerminen und Riegelminen besitzen moderne Richtminen einen weit größeren Wirkungsbereich. Während bei früheren Minen das Überfahren des Zünders für die Auslösung notwendig war, suchen moderne Konstruktionen mit Sensoren nach dem Panzer, bevor sie die eigentliche Panzerbekämpfung einleiten. Diese schweren Minen werden von Hand verlegt, andere Konstruktionen können pyrotechnisch vom Fahrzeug oder aus der Luft verlegt werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Taktischer_Einsatz">Taktischer Einsatz</h2></div>



<p>Panzerminen werden neben ihrem klassischen Einsatz in <a href="Minensperre" title="Minensperre">Minensperren</a> insbesondere auf und um befahrbare Pisten gelegt, um so Konvois von gepanzerten Fahrzeugen aufhalten zu können. Dabei wird zunächst das Führungsfahrzeug außer Gefecht gesetzt (immobilisiert). Nachfolgende Fahrzeuge müssen nun dieses Hindernis umfahren, wobei sie möglicherweise auf weitere Minen treffen. Dies hat im Normalfall zur Folge, dass ein Räumkommando angefordert werden muss, um zumindest eine Schneise durch das Minenfeld zu schaffen.
</p><p>Während dieser Zeit ist der Konvoi ein leichtes Ziel für die Bekämpfung durch Flugzeuge, Hubschrauber oder Artillerie. Bei einem klassischen Hinterhalt zur Ausschaltung eines kleineren Konvois mit Panzervernichtungstrupps (mit <a href="Panzerabwehrlenkwaffe" title="Panzerabwehrlenkwaffe">Lenkwaffen</a> oder <a href="Panzerabwehrhandwaffe" title="Panzerabwehrhandwaffe">Panzerabwehrhandwaffen</a>) wird häufig das letzte Fahrzeug zuerst angegriffen, um den Fluchtweg ebenfalls zu versperren.
</p><p>Selbst bei oberirdischer gut sichtbarer Verlegung stellt eine solche Minensperre ein gewisses Hindernis dar, da der Konvoi zum Stehen gebracht wird und Besatzungen die Minen beseitigen müssen, wobei sie u.&nbsp;U. Ziel eines Hinterhalts (etwa durch Scharfschützen) oder durch Antipersonenminen ausgeschaltet werden. Eine weitere Möglichkeit Zeit zu gewinnen ist das oberirdische Verlegen bzw. Beimengen von kostengünstigen <a href="Attrappe" title="Attrappe">Attrappen</a>.
</p><p>Um das Anlegen von Minensperren zu vereinfachen und beschleunigen, können z.&nbsp;B. <a href="Minenverlegepanzer" title="Minenverlegepanzer">Minenverlegepanzer</a> eingesetzt werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Typen">Typen</h2></div>
<ul><li>Explosiv:
<ul><li>Mk.7 (<a href="Vereinigtes_K%C3%B6nigreich" title="Vereinigtes Königreich">Großbritannien</a>)</li>
<li>L9/L18 "Barmine" (Großbritannien)</li>
<li>TMA-1 bis TMA-5 (<a href="Jugoslawien" title="Jugoslawien">Jugoslawien</a>)</li>
<li>M15, M19 (<a href="USA" class="mw-redirect" title="USA">USA</a>)</li>
<li>M21 (gerichtete Explosion) (USA)</li>
<li><a href="Panzermine_60" title="Panzermine 60">Panzermine 60</a> (<a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a>)</li>
<li>M70/M73 RAAM (USA)</li>
<li>BLU-91/92 (in CBU-89 Gator-Clusterbomben) (USA)</li>
<li>Schützenabwehrmine <a href="Deutsches_Modell" class="mw-redirect" title="Deutsches Modell">DM</a>-11 AP (<a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a>) (nicht mehr im Bestand der Bundeswehr)</li>
<li>Panzerabwehrmine DM-21 AT (Deutschland)</li>
<li><a href="PGMDM" class="mw-redirect" title="PGMDM">PTM-1</a> (Russland)</li></ul></li></ul>
<ul><li><a href="Hohlladung" title="Hohlladung">Hohlladung</a>:
<ul><li>M75 (USA)</li>
<li><a href="TMRP-6" title="TMRP-6">TMRP-6</a> (Jugoslawien)</li>
<li>Submunition Mine Flach Flach (MIFF) für <a href="Mehrzweckwaffe_1" class="mw-redirect" title="Mehrzweckwaffe 1">Mehrzweckwaffe 1</a> (Deutschland): Abwurf durch <a href="Panavia_Tornado" title="Panavia Tornado">Jagdbomber</a> der <a href="Luftwaffe_(Bundeswehr)" title="Luftwaffe (Bundeswehr)">deutschen Luftwaffe</a></li>
<li>Panzerabwehrmine <a href="AT2_(Panzerabwehrmine)" title="AT2 (Panzerabwehrmine)">AT2</a> (Deutschland): Verlegbar mit Hubschraubern, Raketen und dem <a href="Minenwurfsystem_Skorpion" title="Minenwurfsystem Skorpion">Minenwurfsystem Skorpion</a> der Bundeswehr</li>
<li>Panzerabwehrmine <a href="FFV_028" title="FFV 028">FFV 028</a> (Schweden), als DM 31 auch von der Bundeswehr genutzt</li>
<li><a href="Panzerabwehrmine_88" title="Panzerabwehrmine 88">Panzerabwehrmine 88</a> (Schweiz)</li>
<li><a href="PTM-3" title="PTM-3">PTM-3</a> (Russland)</li></ul></li></ul>
<ul><li><a href="Panzerabwehrrichtmine" title="Panzerabwehrrichtmine">Panzerabwehrrichtminen</a>:
<ul><li>M24, M66 (USA)</li>
<li>ARGES (<a href="NATO" title="NATO">NATO</a>)</li>
<li><a href="M93_(Mine)" title="M93 (Mine)">M93 Hornet</a> (USA)</li>
<li><a href="DM-12_PARM" title="DM-12 PARM">DM-12 PARM</a> auf Dreibein (Deutschland)</li></ul></li></ul>
<p>Russland produzierte alte Plastikflaschen vortäuschende Minen im Angriffskrieg gegen die Ukraine.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Thomas Enke: <i>Grundlagen der Waffen- und Munitionstechnik.</i> Walhalla Fachverlag, 4., aktualisierte Auflage, Regensburg, 2023, ISBN 978-3-8029-6198-4, S. 331 ff.</li>
<li>Gordon L. Rottman: <i>World War II Infantry Anti-Tank Tactics.</i> Osprey Publishing, 2005, S. 47, ISBN 978-1-84176-842-7. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20180515174100/https://www.educacion-holistica.org/notepad/documentos/War/Elite/World%20War%20II%20Infantry%20Anti-Tank%20Tactics.pdf">(67 Seiten online-PDF)</a></li>
<li><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20221216214836/https://www.gichd.org/fileadmin/GICHD-resources/rec-documents/GICHD_Explosive_Ordnance_Guide_for_Ukraine_2022_v18.pdf"><i>Explosive Ordnance Guide for Ukraine</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 16. Dezember 2022 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Anti-tank_landmines?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Panzerabwehrminen</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external free" href="https://theins.ru/news/279532">https://theins.ru/news/279532</a></span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-05-28" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Panzerabwehrmine&amp;oldid=256433875">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>

</body></html>